Kirche St. Bonifatius

Die Bonifatiuskirche in Tauberbischofsheim ist ein beeindruckendes Bauwerk, das zwischen 1964 und 1967 nach den Plänen von Erwin van Aaken errichtet wurde. Sie ist dem heiligen Bonifatius geweiht und spiegelt die Veränderungen der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg wider, als die Bevölkerung durch Zuzug von Heimatvertriebenen und Bundeswehrangehörigen stark anstieg.


 

Die Grundsteinlegung fand am 8. November 1964 statt, und die Konsekration wurde am 30. September 1967 
von Weihbischof Karl Gnädinger vollzogen. Die Kirche hat einen quadratischen Grundriss mit einer Seitenlänge 
von 26 Metern und ein markantes Zeltdach, das aus zwei sich kreuzenden Satteldächern besteht. Die großen 
Kirchenfenster sind in den Giebeln integriert, was dem Gebäude eine besondere Lichtstimmung verleiht.
 
Der freistehende Kirchturm ist 35,7 Meter hoch und aus Betonplatten gefertigt. Er beherbergt fünf Glocken, die 1973 in der Karlsruher Glocken- und Kunstgießerei aus Bronze gegossen wurden. Die Bonifatiuskirche ist somit nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch ein architektonisches Zeugnis der Zeit, in der sie erbaut wurde.
 
Die Bronzereliefs am Haupteingang, von Lukas Gastl (Würzburg) geschaffen, sind aus dem Leben des heiligen Bonifatius: auf der Überfahrt von England – beim Papst in Rom – Missionstätigkeit des Heiligen – Treffen mit Lioba in Tauberbischofsheim und das Martyrium. Jeweils seitlich vom Haupteingang sind eine Beichtkapelle und eine Marienkapelle.
 
Im Inneren der Kirche ist die Decke aus hellem Fichtenholz gestaltet, während der Boden aus graugelbem Marmor besteht. Der Blick wird zur Mitte gezogen, zur Altarinsel. Der wuchtige Querblock des Fels-Altars als Bild Golgothas trägt das einfache Kreuz; die Mitte aller Erlösung ist hier.
 
Der Tabernakel, ebenfalls von Lukas Gastl, ist in der symbolischen Form eines Engels, dessen erhobene Flügel das Allerheiligste schützen. Weitere Werke sind das Kreuz an der Chorwand mit Christus als Sieger und die 15 Stationen des Kreuzweges.
 
Die großen Glasfenster wurden von Emil Wachter aus Karlsruhe gestaltet und sind je einem Thema gewidmet:
  • Osterfenster (nach Osten)
  • Pfingstfester (nach Norden)
  • Schöpfungsfenster (nach Süden)
  • Lobpreisfenster (nach Westen)
 
Der Künstler sah seine Aufgabe darin, die Abschließung des Innenraums nach außen und dessen Belichtung mit der Botschaft des Johannes-Evangeliums zu verknüpfen: „Das Licht leuchtete in der Finsternis, aber die Finsternis hat es nicht begriffen.“ Joh. 1.5
 
Quelle; Kirchenführer der Pfarrgemeinde St. Bonifatius, Tauberbischofsheim, de.wikipedia.org


 
Pfarrkirche:
Erbaut 1964-1967 nach Plänen von Erwin van Aaken
Ausstattung:
Glasfenster von Emil Wachter,
Bronzeausstattung (Tabernakel, Kreuz, Madonna, Bonifatius, Lioba, Kreuzweg) von Lukas Gastl,
Orgel von Hubert Sandtner (2005)
u.a.
Glockengeläut

Adresse:
Kapellenstr. 4, 97941 Tauberbischofsheim
 


Bildergalerie zur Bonifatiuskirche