Unser Amen

"Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche"

"Zu allem Ja und Amen sagen"


Im Gottesdienst begegnen wir häufig wiederkehrenden Fremdwörtern. Manche benutzen wir auch im täglichen Leben ohne zu wissen, was sie in Wirklichkeit bedeuten, so zum Beispiel Amen. Viele der weltweit in den Gottesdiensten gebrauchten Fremdwörter sind hebräischen, griechischen oder lateinischen Ursprungs.

"Amen" kommt aus dem Hebräischen, übersetzt man es ins Deutsche müsste es heißen "Ja, damit bin ich einverstanden, ja so sei es". Es ist eine sehr starke Zustimmung, wie eine Unterschrift, es ist eine feierliche Bekräftigung, ein Einverständnis zu etwas. Der heilige Paulus nennt im 2. Korintherbrief Jesu selber das "Amen - das Ja zu allem, was Gott verheißen hat."

Amen ist eine aus dem Alten Testament ins Neue Testament übernommene Akklamations-Formel in der Liturgie. Später wurde es auch in den Islam übernommen (amin). Amen drückt die Zustimmung der Gemeinde zu Rede, Gebet und Segen aus und wird von der Gemeinde meist zum Ende des entsprechenden Liturgieteils gemeinsam gesprochen.

Jemand hat gesagt, am "Amen" einer Gemeinde erkenne man, ob sie mit dem Herzen dabei sei. Der Heilige Hieronymus erzählte voller Begeisterung, dass in den Basiliken Roms das Amen wie himmlischer Donner erklinge. Es muss ja nicht gerade wie himmlischer Donner klingen, doch könnte unsere Zustimmung nicht manchmal etwas engagierter sein?


Mini aktuell Nr. 7 / cwe