Die Sonntage nach Ostern
Die Osterzeit beginnt mit dem Ostersonntag, sie dauert fünfzig Tage bis einschließlich Pfingsten. Die Sonntage zwischen Ostern und Pfingsten entfalten das Auferstehungsgeschehen. Sie dokumentieren das Leben der jungen Kirche wie es in der Apostelgeschichte bezeugt.
Die katholische Kirche feiert am Sonntag nach Ostern traditionell den Weißen Sonntag (Dominica in albis). Die Bezeichnung „Weißer Sonntag“ entstammt der urkirchliche Praxis, das die in der Osternacht neu Getauften eine Woche nach ihrer Taufe noch einmal ihre weißen Taufgewänder im Gottesdienst tragen durften. Heute findet an diesem Tag in vielen Gemeinden die Erstkommunion statt. Papst Johannes Paul II. bestimmte ihn zudem im Jahr 2000 zum „Barmherzigkeitssonntag“.
An den ersten beiden Sonntagen nach Ostern (2. + 3. Sonntag der Osterzeit) stehen weitere Berichte der Begegnung mit dem Auferstandenen im Vordergrund. Der folgende Sonntag (4. Sonntag der Osterzeit) ist von dem Motiv des „guten Hirten“ geprägt und wird daher auch Hirtensonntag bzw. Guthirtensonntag genannt.
Der 5. + 6. Sonntag der Osterzeit ermahnen die junge Kirche, Jesus treu zu bleiben und das Liebeswerk Jesu weiterzutragen: „Bleibt in meiner Liebe … Dies ist mein Gebot: Liebt einander, wie ich euch geliebt habe“ (Joh 15, 9b.12). Die Texte der Liturgie des letzten Sonntags vor Pfingsten weisen schon auf das nahende Pfingstfest hin. Der Schwerpunkt liegt in der Erwartung des Heilshandelns Gottes.
Bericht: Dr. Robert Koczy













